Wirkung hoch 100:
Ausschreibung

Bildung, Wissenschaft und Innovation gemeinsam neu gestalten – darum geht es bei der Jubiläumsinitiative des Stifterverbandes. Zwei Millionen Euro sind für die Projektförderung vorgesehen. 100 Ideen sind gesucht und werden prämiert.

Wie können wir aus der aktuellen Corona-Krise heraus eine Vision für die Zukunft entwickeln? Wie sollten die Schule, die Hochschule und das Innovationssystem der Zukunft aussehen? Welche neuen Wege und Chancen ergeben sich durch ein neues Zusammenspiel von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft? Was braucht es, um Innovationsprozesse neu zu denken und zu gestalten? Welche Fragen müssen gelöst und welche Ideen umgesetzt werden, damit Bildung und Wissenschaft auch in Zukunft Antworten auf die wichtigsten gesellschaftlichen Herausforderungen finden?

Diese Fragen stehen im Mittelpunkt von "Wirkung hoch 100", der Jubiläumsinitiative des Stifterverbandes. Im 100. Jahr seines Bestehens sucht der Stifterverband Deutschlands beste 100 Ideen und Projekte für das Bildungs-, Wissenschafts- und Innovationssystem von morgen. Gemeinsam mit dem großen Partnernetzwerk des Stifterverbandes, bestehend aus Stiftungen, Unternehmen und zivilgesellschaftlichen Akteuren, vernetzt "Wirkung hoch 100" Querdenker und Pioniere und verhilft ihren Projekten zum Durchbruch. Für die Förderung stehen insgesamt bis zu zwei Millionen Euro zur Verfügung. Die Mission: gemeinsam Wirkung erzielen!

 

Ziele

Das Ziel von "Wirkung hoch 100" ist es, eine Plattform für die Lösung von Herausforderungen zu bilden, die die Zukunft des Bildungs-, Wissenschafts- und Innovationssystem gestalten (mögliche Themenschwerpunkte werden in den FAQ genannt). Durch die Vernetzung untereinander, eine umfassende Begleitung und eine bedarfsorientierte Förderung werden die ausgewählten Projekte befähigt, ihre selbstgesetzten Ziele zu erreichen und ihr Transformationspotenzial zu entfalten. In verschiedenen Förderphasen erhalten die Geförderten Unterstützung bei der Einwerbung von Geldern, bei der Umsetzung der Ideen in die Praxis und bei der Übertragung in die Breite. Gemeinsam mit Coaches und Partnern aus dem Netzwerk des Stifterverbandes werden die Projekte weiterentwickelt, validiert und skaliert, damit sie eine größtmögliche Wirkung entfalten können. Die geförderten Projekte sollen mit ihrer Vielfalt und ihrem Ideenreichtum inspirieren und gleichzeitig ihre konkreten Erfolge und Wirkungen darstellen können.

 

Förderung

Der besondere Ansatz von "Wirkung hoch 100" liegt in dem mehrphasigen Fördermodell und der bedarfsgerechten Förderung mit dem Ziel größtmöglicher Wirkung. Um diese neue Art des Förderns zu realisieren, arbeiten wir eng mit unserem Partner ProjectTogether, einem gemeinnützigen Sozialunternehmen, zusammen. Die 100 Projekte, die in das Programm aufgenommen werden, erhalten in der ersten, rund neunmonatigen Phase, eine Förderung im Wert von 10.000 Euro, die aus einer finanziellen Förderung in Höhe von 5.000 Euro sowie einem Coaching und umfassenden Vernetzungs- und Unterstützungsangeboten besteht. Die Geförderten lernen voneinander und miteinander im Netzwerk von Coaches und Partnern, die ihnen zur Seite gestellt werden. Sie können sich zu Themen wie Finanzierung, Skalierung, Kommunikation und Marketing oder Impact austauschen und an Trainings teilnehmen. Gemeinsam mit Partnern und Stakeholdern setzen sie ihre Ideen in die Praxis um und arbeiten an einer Übertragung auf weitere Schulen, Hochschulen und anderen Partnern.

Ein hochkarätig besetzter Beirat wählt aus den 100 Projekten der Anfangsphase die 30 vielversprechendsten Teams aus. Diese können sich für eine weitere Förderung bewerben. Je nach Fortschritt, Förderbedarf und Wirkungspotenzial wählt der Beirat aus ihnen schließlich die zehn Projekte aus, die mit insgesamt bis zu einer Million Euro gefördert werden. Am Ende dieser Förderphase erhalten die drei Projekte mit dem größten Wirkungspotenzial den "Wirkung hoch 100-Preis".

 

Teilnahme und Kriterien

Um die Förderung im Rahmen der Jubiläumsinitiative des Stifterverbandes "Wirkung hoch 100" können sich Projekte aus den Bereichen Bildung, Wissenschaft und Innovation bewerben. Im Antrag soll dargelegt werden, welche Herausforderung das Projekt adressiert und welchen Beitrag es zur Zukunft des jeweiligen Bereichs leistet. Folgende Fragen müssen im Antrag jeweils beantwortet werden:

  1. Bildungsorte 2030: Wie soll schulisches und außerschulisches Lehren und Lernen von morgen aussehen? Welchen Beitrag leistet Ihr Projekt dazu?
  2. Wissenschaftsorte 2030: Wie soll das wissenschaftliche Lehren, Lernen und Forschen der Zukunft aussehen? Welchen Beitrag leistet Ihr Projekt dazu?
  3. Innovationsorte 2030: Wie sollen Innovationsorte im Jahr 2030 aussehen? Wo und wie entstehen in Zukunft technische, künstlerische oder soziale Innovationen? Welchen Beitrag leistet Ihr Projekt dazu?

Für eine Förderung kommen insbesondere Projekte in Frage, die sich noch in einer frühen Phase befinden und erste Belege für ihre Machbarkeit und Wirksamkeit haben (proof-of-concept). Darüber hinaus sollten sie ambitionierte Ziele in den Bereichen Wirkung, Übertragbarkeit und Netzwerkarbeit verfolgen:

  • Wirkung: Wie möchte das Projekt Veränderungen bewirken und wann ist es erfolgreich? Welche Ziele hat sich das Projekt gesetzt? Wie überprüft und misst es seine Wirkung?
  • Übertragbarkeit: Wie wird das Projekt übertragbar gemacht, wie wird es skaliert? Wie wird es relevant für das gesamte Bildungs-, Wissenschafts- oder Innovationssystem?
  • Netzwerkarbeit: Wie ist das Projekt bisher vernetzt? Welche Ziele hat es sich für die Netzwerkarbeit gesetzt und welchen Nutzen kann es daraus ziehen?

Die Auswahl der Beiträge erfolgt nach folgenden Kriterien:

  1. Herausforderung: Wird das Problem klar benannt und orientiert sich das Projekt an einem konkreten Bedarf?
  2. Zukunftsperspektive: Ist das Projekt innovativ und hat es das Potenzial, zukünftige Entwicklungen zu gestalten?
  3. Machbarkeit: Sind die vorgestellten Ideen im Ansatz erprobt und die angestrebten Lösungen sinnvoll?
  4. Wirkung: Besitzt das Projekt ein hohes Wirkungspotenzial?
  5. Übertragbarkeit: Kann das Projekt (auf andere Institutionen, in andere Regionen etc.) übertragen werden und damit Systemrelevanz entfalten?
  6. Netzwerkarbeit: Wie ist das Projekt vernetzt, welche Partner will es künftig hinzuziehen und wie nutzt es diese Netzwerke?

 

Antragsberechtigte

Bewerben können sich Akteure aller Ebenen

  1. aus öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Hochschulen, außeruniversitären Forschungsorganisationen, Akademien etc. und
  2. aus privaten Einrichtungen wie Vereinen und Initiativen, aus der Zivilgesellschaft, von Bildungsträgern oder Sozialunternehmen.

Zur Antragstellung sind ausschließlich gemeinnützige Organisationen oder Körperschaften des öffentlichen Rechts aus den Bereichen Bildung und Wissenschaft zugelassen. Die Förderung wird an diese Institutionen, nicht an Einzelpersonen vergeben.

Eine Bewerbung ist bis zum 14. September 2020 (Ausschlussfrist) möglich.

 

Kontakt

Sie haben Fragen zum Programm, zur Antragstellung oder zur Mitwirkung?
Kommen Sie gerne auf uns zu und schreiben Sie uns eine E-Mail an:
wirkunghoch100@stifterverband.de

Daniela Mägdefessel

ist Programmmanagerin im Bereich "Programm und Förderung".

Lara Altenschmidt

ist Assistentin im Bereich "Programm und Förderung".

Matthias Meyer

ist Programmmanager im Bereich "Programm und Förderung".

Dr. Birgit Ossenkopf

ist Leiterin der Koordinierungsstelle des Deutschen Lehrkräfteforums und Geschäftsführerin der Stiftung Bildung und Gesellschaft.

Ann-Katrin Schröder-Kralemann

leitet im Stifterverband den Programmbereich "Hochschule und Wirtschaft".

Dr. Mathias Winde

leitet im Stifterverband den Programmbereich "Hochschulpolitik und Hochschulorganisation".